QI Gong

QI GongWAS IST QI GONG?

Bevor ich darauf eingehe, welchen Stellenwert Qigong in der Traditionell Chinesischen Medizin einnimmt, möchte ich kurz darauf eingehen, was Qigong überhaupt bedeutet. Der Begriff Qi bedeutet kurz “Lebensenergie”. Dieser Begriff ist für den westlichen Menschen teilweise etwas unverständlich und oftmals wird dieser Begriff der Esoterik zugeschoben. Qi ist jedoch ein einfaches Modell, mit dem die körperlichen Funktionen, Strukturen und natürlich auch mentalen Ebenen beschrieben werden können. Alles besteht aus Qi, Qi umgibt alles, alles wird durch Qi definiert. Das Qi kann in unterschiedlichen Qualitäten auftreten und befindet sich in einem steten Wandel. Körperlich lässt sich Qi als Wärme, Kribbeln, Spannung, etc. einfach wahrnehmen.

Der Begriff “gong” bedeutet Kunst oder Fertigkeit. Das ständige Verbessern und weiter verfeinern. Das genaue Studium, aber auch einen spielerischen Charakter findet man im Begriff “gong” wieder.

Qigong bedeutet also frei übersetzt: “Die Kunst das Qi zu führen”

DER STELLENWERT VON QIGONG IN DER TCM

Die Traditionell Chinesische Medizin (TCM) basiert auf dem Modell von Qi und dessen Wandlungen. solange Qi ausreichend vorhanden ist, der Qi-Fluss ungestört ist und Qi in den Wandlungen frei ist, solange geniesst der Mensch Gesundheit. Bei Stauungen oder Qi-Mangel kommt es zu Unwohlsein und Krankheit.

Um die Energien im Körper auszugleichen bedient sich die Chinesische Medizin mehrerer Methoden. Sehr bekannt ist die Akupunktur, jedoch auch Kräuterrezepturen kommen häufig zum Einsatz. Massageformen (Tuina), Diätetik und Qigong runden diese ganzheitliche Medizin ab.
 
 QIGONG IN DER WISSENSCHAFT

Als ein Teil der chinesischen Medizin wird auch Qigong wissenschaftlich untersucht. Zahlreiche Studien belegen die medizinische Wirksamkeit von Qigong.

-Erhöhung der Konzentrationsfähigkeit
-Schutz der Nervenzellen vor Zerstörung durch freie Radikale
-Regulation der Hirnströme, auch beim Kranken
-Verbesserung der emotionalen, psychischen Gesundheit
-Stärkung des Herzmuskels
-Regulierung des Blutdrucks
-Erhöhung des Sauerstoffgehaltes des Blutes
-Verbesserung der Durchblutung
-Erhöhung der Entgiftungsfunktion
-Regulierung des pH-Wertes (Säurewert)
-Regulierung des Cholesterin-Spiegels
-Regulation der Verdauungstätigkeit

DANTIAN

Als “Dantian” wird ein Energiezentrum (Dan = Elixier, Zinnober, Pille – Tian = Feld) im Körper bezeichnet. In diesen Zentren sind wichtige Schwerpunkte funktioneller und energetischer Natur angesiedelt. Je nach Übungsintention konzentriert man sich auf das jeweilige Dantian. Auch Atemtechniken werden gezielt zu den Dantian gerichtet. Man unterscheidet verschiedene Dantian:

Das untere Dantian (Xia Dantian)

Je nach Autor bzw. Qigong Meister findet man unterschiedliche Konzentrationspunkte und Bezeichnungen für das untere Dantian. Grob lässt sich festhalten, dass sich das untere Dantian im Unterbauch befindet. Bestimmte Akupunkturpunkte geben einen Hinweis darauf wo sich das Dantian befindet. Wichtige Punkte sind Ren Mai 4 (Guanyuan, Tor des Ursprungs-Qi) sowie Du Mai 4 (Mingmen, Tor der Vitalität). Manchmal wird statt Guanyuan auch Ren Mai 8 (Shenque, Wachturm des Geistes) oder Ren Mai 6 (Qihai, das Meer des Qi) verwendet. Alle diese Bauchpunkte haben gemein, das Qi zu aktivieren und die aufrichtende Funktion des Körpers zu unterstützen.

Ich persönlich bevorzuge Ren Mai 4 Guanyuan als Konzentrationspunkt, da die innere Alchemie, die Stärkung der Nieren Essenz hier am deutlichsten betont wird. Guanyuan ist der Kreuzungspunkt der drei Yin Leitbahnen Leber, Niere und Milz. Er weist eine tonisierende Wirkung auf das Ursprungs-Qi (Yuan-Qi) auf und beruhigt den Geist.

Das mittlere Dantian (Chong Dantian)

Das mittlere Dantian befindet sich auf Herzhöhe. Es beeinflusst die emotionale Gesundheit. Der Akupunkturpunkt Ren Mai 17 (Dan Zhong, mittlerer Altar) reguliert und stützt das Qi, er senkt gegenläufiges Lungen- und Magen-Qi abwärts und er unterstützt die weibliche Brust. Eine relevante Besonderheit ist jedoch seine Rolle als Mu-Punkt (Alarmpunkt) des Perikards, also der Emotionen. Als oberes Meer des Qi verteilt sich dieses von hier aus über den ganzen Körper.

Das obere Dantian (Shang Dantian)

Das obere Dantian befindet sich im Kopf hinter einem Punkt zwischen den Augenbrauen (Yin Tang). Es ist für die mentalen Fähigkeiten zuständig. Ein weiterer wichtiger Akupunkturpunkt am Kopf, der Einfluss auf das obere Dantian nimmt ist Du Mai 20 (Bai hui, Treffpunkt aller Yang-Energien). Dieser Punkt regt das Qi an, hebt es an und klärt das Bewußtsein.

QIGONG STEHEN – ZHAN ZHUANG GONG

Die Stehen wie ein Pfahl Übungen (Zhan Zhuang Gong) zählen zu den Ruheübungen. Die Grundlagen des Stehen erstrecken sich über alle Übungen und erklären die grundlegende Körperhaltung und Kräfteverteilung. Die verschiedenen Körperhaltungen dienen der Kräftigung und Stärkung der Konstitution. Die Grafik erklärt die grundlegenden Übungsanforderungen an das Stehen.

DAS QI PHÄNOMEN

Die chinesische Medizin, aus der der Begriff “QI” stammt, basiert auf der Beobachtung der Natur und des eigenen Organismus. Die Erklärungmodelle basieren alle auf den Wahrnehmungen dieser Phänomene. Die Modelle erklären die Zusammenhänge einzelner Zustände und dass sich diese Zustände in einer ständigen Wandlung befinden.
 
WAS BEDEUTET “QI”?

Die chinesische Sprache ist eine Bildsprache. Um den Begriff “QI”, der als Vitalenergie, Lebensenergie oder Kraft übersetzt wird, besser zu verstehen, müssen wir uns das Schriftzeichen näher ansehen. Es setzt sich aus den zwei Teilen “Reis” (Nahrung) und “Luft” zusammen:

Im Schriftzeichen “Qi” sind also bereits die beiden Quellen der Vitalenergie beschrieben, die nachgeburtlich erzeugt werden können. Nachgeburtlich bedeutet, dass diese Energie erworben werden kann. Vorgeburtlich sind die Energieanteile, die wir durch unsere Eltern in Form von Genetik vererbt bekommen haben (Konstitution).

Wichtige Quellen von Qi sind also die Ernährung und die Atmung, sowie vorgeburtlich die Ursprungsenergie (Yuan Qi), die in den Nieren beheimatet ist.

Diese Energie benötigt der Körper, um einerseits seine vitalen Funktionen zu erfüllen (Nähr-Qi) und andererseits, um sich vor äußeren Einflüssen (Emotionen, Klimatik, Immunsystem) zu schützen (Abwehr-Qi).

ALLES ZU KOMPLIZIERT?

Die Modelle sind auf den ersten Blick sehr verwirrend. Bedenkt man jedoch, dass mit Hilfe dieser Modelle (Yin-Yang, Qi, 5 Elemente, usw.) nicht nur der menschliche Organismus, sondern auch die gesamt Natur beschreiben wird, so sind sie doch sehr stark vereinfachend.

Welche Konsequenz hat der Begriff “QI” nun aber für die Qigong Übung und wie kann ich selbst das Qi wahrnehmen? Ich erinnere mich sehr gut, dass ich die ersten Jahre meiner Qigong Praxis überhaupt keine Qi Wahrnehmung hatte. Durch den Unterricht und die Literatur, die ich studierte, hatte ich ein genaues Bild im Kopf, wie das Qi sich anzufühlen hat. Nun genau das war mein Problem. Ich hatte ein Konzept im Kopf!

Wer Bilder im Kopf hat, der sieht nicht, was vor ihm liegt.

Als ich endlich wutentbrannt meine Bücher in die Ecke pfefferte und mich letzmalig auf meine Übung konzentrierte, da war ich mehr als überrascht. Ich konnte endlich wahrnehmen, wovon ich bisher nur gelesen hatte. Und das beste: Ich habe es noch nie anders wahrgenommen. Nur hatte die Empfindung mein Bewußtsein nicht erreichen können, da ich nach einem Konzept gesucht habe und nicht nach innen konzentriert war.

Das Qi-Phänomen ist kein Mysterium. Jeder kann dieses Phänomen sehr leicht wahrnehmen und damit arbeiten. Nur wer nach Beschreibungen sucht, der wird nichts finden. Und doch ist die Arbeit mit dem Qi (Qigong) eine lebenslange Aufgabe.

KÖNNEN SIE ES AUCH? EIN EXPERIMENT FÜR DIE QI-EMPFINDUNG

Ich habe den Anspruch, dass meine Kursteilnehmer bereits in der ersten Kursstunde den Umfang und die Einfachheit des Qigong erfahren können. Dazu gehört auch immer das folgende Experiment, mit dem Sie schnell und einfach die Qi-Empfindung wahrnehmen können:

1. Halten Sie Ihre Hände mit den Handflächen zueinader ausgerichtet im Abstand von ca. 20 cm vor dem Körper

2. Spüren Sie, wie Ihre Handflächen sich anfühlen.

3. Wecken Sie durch folgende Vorstellungen und Bewegungen die Qi-Emfindung:
Stellen Sie sich vor, Ihre Hände sind zwei Magnete gleicher Polung, die sich voneinander abstossen und kreisen Sie die Handflächen leicht gegeneinander.
Drücken Sie Handflächen aufeinander zu oder ziehen Sie sie auseinander und stellen Sie sich die Auswirkung der Magnetkräfte vor (Sie müssen sie nicht spüren!)

4. Vergessen Sie die eben gewählten Vorstellungen und spüren Sie, wie sich Ihre Handflächen im Vergleich zu vorhin anfühlen. Meist stellt sich Wärme, Kribbeln, ein fließendes oder pulsierendes Gefühl ein. Diese Empfindungen sind die “Qi-Empfindung”.

Energie-QI

  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

viagra
cialis
viagra_generika
lovegra

Abnehmen mit Genuss, einfach, effektiv und gesund helfen die besten Schlankheitsmittel!

Lida-kaufen

Medizin Verzeichnis! Medizinisches Wörterbuch!

Medizin

Rauchen Aufhören

rauchen aufhören